Einleitung
Im dritten Quartal 2026 veröffentlicht netzpolitik.org einen umfassenden Transparenzbericht, der nicht nur die finanziellen Kennzahlen beleuchtet, sondern auch den wachsenden politischen Druck in Europa thematisiert. Der Bericht verdeutlicht, wie eng die finanzielle Stabilität des unabhängigen Medienprojekts mit dem Engagement seiner Leserschaft verknüpft ist.
Finanzielle Kernzahlen
Spenden und Gesamteinnahmen
Im Zeitraum von Juli bis September wurden 218.843 Euro an Spenden eingenommen – ein Ergebnis, das 15 % über dem geplanten Ziel liegt. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen des Quartals auf 228.638 Euro, wobei Spenden fast 96 % dieser Summe ausmachten. Die restlichen vier Prozent setzten sich aus Web‑Shop‑Verkäufen, Lizenzvergaben und kleinen Zuschüssen zusammen.
Ausgaben für Personal
Personalkosten dominierten die Ausgaben mit 232.571 Euro, was leicht über dem geplanten Budget lag. Trotz dieses leichten Defizits konnte der Jahresplan dank einer Großspende von 15.000 Euro am Jahresanfang ausgeglichen werden, sodass das Projekt nur 0,04 % über den Jahreserwartungen liegt.
Politischer Kontext und gesellschaftlicher Druck
Der Bericht verknüpft die finanziellen Daten mit einer Analyse des politischen Klimas in Europa. In Ländern wie Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Portugal und Albanien manifestieren sich Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten und autoritäre Tendenzen. Auch in Deutschland wächst der Widerstand, vor allem unter jungen Menschen, die sich gegen teure Lebensbedingungen, das Klimawandel‑Dilemma und die Erosion von Grundrechten wehren.
Gleichzeitig wird die Bundesregierung kritisiert, weil sie den Überwachungsstaat ausbaut, Transparenz einschränkt und der Zivilgesellschaft die Luft abschnürt. Vertreter:innen der CDU fordern ein hartes Vorgehen gegen die angekündigten Gen‑Z‑Proteste, während die Polizeigewerkschaft von „Krawallmigranten“ spricht.
Aufruf zu Unterstützung
Um die journalistische Arbeit und den Kampf für Grund‑ und Freiheitsrechte weiterzuführen, startet netzpolitik.org die Spendenaktion „Die Hütte brennt. Wir gehen rein.“ Ziel ist es, 300 neue „Brandschutzhelfer:innen“ zu gewinnen, die mit einer monatlichen Dauerspende ab 5 Euro das Projekt finanziell stabilisieren.
Interessierte können sich bis zum 15. November anmelden und damit einen Beitrag zur unabhängigen Berichterstattung leisten.