Ein außergewöhnliches astronomisches Dreierpack
Zwischen dem 12. August 2026 und dem 26. Januar 2028 erlebt die iberische Halbinsel ein Phänomen, das in der Geschichte der Sonnenfinsternissen kaum vorkommt: drei zentrale Finsternisse innerhalb von nur 532 Tagen. Wissenschaftler bezeichnen diese Serie als das „Iberische Drieluik“, weil alle Ereignisse über demselben geographischen Gebiet stattfinden und dabei unterschiedliche Erscheinungsformen zeigen.
Die erste totale Finsternis – ein kurzer, aber intensiver Moment
Am 12. August 2026 senkt sich die Mondschattenbahn knapp über den westlichen Teil Spaniens. Da die Sonne bereits kurz vor dem Untergang steht, fällt das Mondprofil unter einem steilen Winkel auf die Erdkugel und schleicht mit etwa viertausend Kilometern pro Stunde über die Landschaft. In der Nähe von Burgos und an der Nordküste bei Luarca erreicht die Totalität eine Dauer von rund ein bis zwei Minuten. An den Rändern der Totalitätszone, etwa in Valencia oder Palma de Mallorca, verkürzt sich das Dunkel jedoch auf wenige Sekunden.
Die „Eklipse des Jahrhunderts“ – ein langanhaltendes Schauspiel
Ein Jahr später, am 2. August 2027, folgt die zweite Finsternis, die von vielen als „Eklipse des Jahrhunderts“ bezeichnet wird. Dieses Mal steht die Sonne hoch am Himmel, während der Mond sich relativ nahe an der Erde befindet. Die Kombination aus großer Sonnenscheinhöhe und kurzer Mond‑Erde‑Distanz bewirkt, dass die Totalität an manchen Orten zwischen fünf und über sechs Minuten anhält – ein Rekord für die Region seit Jahrzehnten.
Der krönende Abschluss: Ringförmige Finsternis 2028
Der dritte Akt des Dreierpacks ereignete sich am 26. Januar 2028. Hierbei handelt es sich um eine ringförmige Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonnenscheibe nicht vollständig bedeckt. Stattdessen bleibt ein leuchtender Feuerkranz sichtbar, der den Himmel in ein spektakuläres, fast mystisches Licht taucht. Dieser Ring, auch „Feuerring“ genannt, bietet Beobachtern ein seltenes Fotomotiv und zieht Hobbyastronomen aus ganz Europa an.
Warum dieses Dreierpack so außergewöhnlich ist
Dass ein einzelnes Land innerhalb von weniger als zwei Jahren drei zentrale Finsternisse erlebt, ist astronomisch gesehen ein Ausreißer. Die geographische Lage Spaniens, kombiniert mit den jeweiligen Bahnen von Erde, Mond und Sonne, schafft diese einmalige Konstellation. Experten prognostizieren, dass das Ereignis Millionen von Touristen, Wissenschaftlern und Sternenbegeisterten anziehen wird, was nicht nur die lokale Wirtschaft beflügeln, sondern auch das öffentliche Interesse an der Astronomie nachhaltig stärken könnte.
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Source: https://scientias.nl/drie-zonsverduisteringen-binnen-2-jaar-supervet/