FAA gibt grünes Licht für den nächsten Starship-Start

Nach einer intensiven Analyse des Fehlers, der im Mai den Booster der Starship‑V3-Generation zum Absturz brachte, hat die US-Luftfahrtbehörde (FAA) SpaceX die Erlaubnis erteilt, das Raumschiff erneut zu starten. Die Genehmigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine dritte Version des Super‑Heavy‑Boosters weiter verfeinert und gleichzeitig die ersten dritten‑Generation‑Starlink‑Satelliten in den Orbit bringen will.

Was ist beim letzten Flug schiefgelaufen?

Am 22. Mai hob der Super‑Heavy‑Booster die 124‑Meter‑hohe Rakete erfolgreich in den Weltraum. Nachdem die obere Stufe sich getrennt hatte, wurden 20 Satelliten‑Simulatoren und zwei modifizierte Starlink‑Satelliten ausgesetzt. Der kritische Moment kam jedoch beim Versuch, den Booster für eine kontrollierte Landung im Golf von Mexiko wieder zu zünden. Die Triebwerke reagierten nicht wie geplant, sodass das Fahrzeug um 90 Grad in die falsche Richtung drehte und ins Wasser stürzte.

Ursachenanalyse und technische Korrekturen

SpaceX und die FAA identifizierten zwei Hauptursachen: thermische Einflüsse auf die Antriebskomponenten während des Aufstiegs und fehlerhafte Einstellungen im Triebwerks‑Alarm‑System. In der Folge hat SpaceX die Startsequenz der Triebwerke angepasst, um ein zuverlässigeres „Flip‑Manöver“ zu gewährleisten, und das Alarm‑ sowie das Abbruchsystem überarbeitet, um Fehlalarme zu minimieren. Zusätzlich wurden mehrere Hardware‑ und Betriebsmodifikationen vorgenommen, um das Risiko eines erneuten Triebwerksausfalls zu verringern.

Der bevorstehende Testflug – ein Meilenstein für Starlink

Der nächste Start, der bereits für den 16. Juli geplant ist, wird nicht nur die zweite öffentliche Demonstration der V3‑Starship sein, sondern auch die erste Mission, bei der echte dritte‑Generation‑Starlink‑Satelliten ins All befördert werden. Insgesamt sollen 20 dieser neuen Satelliten ausgesetzt werden, von denen sechs mit Kameras ausgestattet sind, um Aufnahmen von der Außenhülle des Starship zu liefern. Die Satelliten werden über Hochleistungslaser miteinander vernetzt und etwa 20 Minuten nach dem Aussetzen in die Erdatmosphäre eintreten, wo sie verglühen.

Warum das alles wichtig ist

Starlink ist das einzige profitabelere Segment von SpaceX und bildet die finanzielle Basis für die ambitionierten Pläne des Unternehmens – von weltraumbasierten Datenzentren bis hin zu interplanetaren Missionen. Die Wiederverwendbarkeit des Starship‑Systems ist dabei entscheidend, um die Kosten für solche Großprojekte zu senken. Der erfolgreiche Start der V3‑Version würde nicht nur das Vertrauen der Aufsichtsbehörden stärken, sondern auch das Marktinteresse an SpaceXs „Fly‑Fail‑Fix“-Strategie beflügeln.

Mit der FAA‑Freigabe und den vorgenommenen Verbesserungen scheint SpaceX gut gerüstet, um den nächsten Schritt in Richtung einer vollständig wiederverwendbaren Raumfahrttechnologie zu gehen.

Source: https://techcrunch.com/2026/07/13/spacex-cleared-to-fly-starship-again-after-booster-failure-in-may/

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