Ein bröckelndes Bündnis

Nach einer einmonatigen Pause meldet die TechCrunch‑Mobility‑Kolumne das offizielle Ende der Uber‑Waymo‑Partnerschaft in Phoenix. Während die Kooperationen in Atlanta und Austin vorerst weiterlaufen, deutet das Ausscheiden in Phoenix an, dass alle Vereinbarungen grundsätzlich auslaufen werden. Der eigentliche Kern der Debatte liegt jedoch nicht im Zeitpunkt des Endes, sondern in dem Verhalten der beiden Giganten, sobald die letzten gemeinsamen Projekte beendet sind.

Spannungen und politische Spielwiese

Innerhalb von Uber kursieren bereits spitze Bemerkungen über Waymo, und Experten erwarten, dass diese verbalen Angriffe bald in konkretere Aktionen umschlagen. Ein besonders umkämpftes Feld wird die Regulierung sein: Beide Unternehmen streben nach uneingeschränktem Zugang zu Schlüssel­märkten, in denen Gesetzgeber über die Zulassung von Robotaxis entscheiden.

NHTSA fordert klare Lösungen

Ein entscheidender Wendepunkt kam, als Jonathan Morrison, Administrator der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), einen Brief an sämtliche Entwickler autonomer Fahrzeuge schickte. Darin betont er, dass das Unvermögen, Notfall‑ und Polizeifahrzeuge zu erkennen und darauf zu reagieren, eine „funktionale Unzulänglichkeit“ darstelle. Morrison verlangt, dass innerhalb des Monats praktikable Lösungen vorgelegt werden.

Waymo im Visier

Obwohl der Brief keine Firma namentlich nennt, liegt der Fokus laut vielen Beobachtern auf Waymo. Das Unternehmen betreibt das größte Robotaxi‑Flottennetz in den USA – von Los Angeles über Phoenix bis San Francisco – und war bereits mehrfach in Konflikt mit Rettungsdiensten geraten. Ein aktuelles Beispiel: Nach dem Silvester‑Feuerwerk in San Francisco kam es zu massiven Staus, in deren Verlauf mehrere Waymo‑Fahrzeuge wegen leerer Batterien abgeschleppt werden mussten.

Regulatorische Neuheiten 2026

Parallel zu dem NHTSA‑Ultimatum hat das Verkehrsministerium den aktualisierten „2026 Regulatory Plan and Unified Agenda“ veröffentlicht. Darin sind zahlreiche Änderungen an den Federal Motor Vehicle Safety Standards (FMVSS) vorgesehen, die insbesondere Hersteller wie Tesla und Zoox begünstigen könnten, die Fahrzeuge ohne Lenkrad, Pedale oder andere klassische Bedienelemente planen.

Rivian sichert Milliarden

Abschließend wirft die Kolumne einen Blick auf die Elektro‑Automobilindustrie: Rivian hat ein Emissions‑ und Wachstumspaket im Wert von 1,32 Milliarden US‑Dollar abgeschlossen. Die Kapitalerhöhung bestand aus 86,25 Millionen Klasse‑A‑Aktien zu je 15,50 $, worunter ein zusätzlicher Zuteilungsblock von 11,25 Millionen Aktien von den Underwritern übernommen wurde. Der Deal fällt zu einem Zeitpunkt, an dem Rivian gerade sein neues R2‑SUV ausgeliefert hat und die Absatzprognose für 2026 nach oben korrigiert wurde.

Source: https://techcrunch.com/2026/07/12/techcrunch-mobility-a-robotaxi-ultimatum/

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