Was verbirgt der Begriff El Niño?

Der Name stammt aus dem Spanischen und bedeutet „das Kind“. Er entstand, als Fischer vor der peruanischen Küste jedes Weihnachten ungewöhnlich warme Oberflächenwasser beobachteten. Die treibende Kraft dieses Klimaphänomens sind die Passatwinde, die normalerweise warmes Wasser vom Südatlantik nach Westen über den Pazifik schieben.

Wie ein Wärmeaustausch funktioniert

Unter normalen Umständen drückt der Wind die warme Schicht ab, wodurch kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche aufsteigt – ein Vorgang, der mit dem Umrühren einer Suppe vergleichbar ist. Schwächt sich der Passat jedoch, bleibt das warme Wasser wo es ist, verteilt sich anders und das Gleichgewicht gerät ins Wanken.

Globale Konsequenzen einer El Niño‑Phase

In Südamerika kann es im Norden zu extremer Trockenheit, während im Süden, etwa in Argentinien, heftige Regenfälle auftreten. Auch Asien und Australien erleben vermehrt Dürreperioden und Waldbrände. Der Effekt ist nicht nur regional, er führt zu einem messbaren Anstieg der Erdtemperatur. Da unser Planet bereits wärmer ist, verstärken sich Hitzeepisoden, Ernteausfälle und Wasserknappheiten erheblich.

Der „Super‑El Niño“ – ein Sonderfall

Ein besonders starkes Ereignis wird als Super‑El Niño bezeichnet. Dabei sind die Abweichungen von den Durchschnittswerten noch ausgeprägter, was die genannten Extrembedingungen weiter intensiviert. Wissenschaftler warnen, weil solche Anomalien das Risiko von Katastrophen erhöhen und die ohnehin angespannte globale Klima‑Lage verschärfen.

Wie stark spüren wir das in den Niederlanden?

Direkt hat das Phänomen in den Niederlanden kaum Einfluss, da die atlantische See hier dominanter ist. Dennoch kann es indirekt Konsequenzen geben: Wenn die Ernte von Kakaobohnen in Südamerika durch veränderte Niederschläge leidet, steigen die Preise im Supermarkt. Auch Lieferketten für andere Agrarprodukte können gestört werden, was die Verbraucher letztlich betrifft.

Ein Signal für die Zukunft

Obwohl das Wetter vor Ort meist unverändert bleibt, ist das Auftreten eines Super‑El Niño ein deutliches Alarmsignal. Es zeigt, wie empfindlich das globale System auf Störungen reagiert und verdeutlicht, dass Klimaveränderungen weltweit miteinander verknüpft sind. Das Bewusstsein dafür zu schärfen, ist ein wichtiger Schritt, um angemessene Gegenmaßnahmen zu planen.

Source: https://scientias.nl/er-komt-een-super-el-nino-aan-is-dat-erg/

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