Ein neuer Ansatz für das Wachstum künstlicher Intelligenz
Auf der diesjährigen TechCrunch Disrupt 2026 betritt Andrew Feldman, Mitgründer und CEO von Cerebras Systems, die Bühne, um eine zentrale Frage zu diskutieren: Kann die KI‑Industrie weiter skalieren, ohne an physikalische Grenzen zu stoßen? Feldman wirft einen Blick auf die rasante Entwicklung von KI‑Modellen, die immer größer, komplexer und rechenintensiver werden. Gleichzeitig steigt der Energieverbrauch und die Belastung der bestehenden Infrastruktur. In seinem Vortrag „Can AI Keep Scaling?“ erklärt er, warum herkömmliche Chip‑Architekturen an ihre Grenzen geraten und wie Cerebras mit einem radikalen Konzept – dem wafer‑scale Computing – neue Wege eröffnet.
Wafer‑Scale Computing: Die Idee, die alles verändert
Statt einen Silizium‑Wafer in hunderte kleiner Chips zu zerschneiden, baut Cerebras einen einzigen Prozessor direkt auf dem gesamten Wafer. Dieses monolithische Design ermöglicht eine unvergleichliche Bandbreite und minimale Latenz, was besonders für massive KI‑Workloads von Vorteil ist. Feldman erinnert daran, dass das Unternehmen bereits 2015 mit dieser Vision startete, lange bevor der aktuelle Hype um KI‑Beschleuniger begann. Seitdem hat Cerebras mehrere Generationen veröffentlicht, die neueste ist das CS‑4‑System, das im August vorgestellt wurde.
Skalierung jenseits des Prozessors
Ein schneller Chip allein löst das Skalierungsproblem nicht. Feldman betont, dass die gesamte Infrastruktur – Rechenzentren, Stromversorgung, Kühlung und Fertigungskapazitäten – mitwachsen muss. Cerebras hat bereits über 600 Megawatt an Rechenzentrums‑Kapazität in Aussicht, die bis Ende 2027 bereitstehen sollen, und plant, die Fertigung im Jahr 2026 um das Zehnfache zu erhöhen. Zudem wird das erste europäische Rechenzentrum noch in diesem Jahr in Betrieb genommen, mit dem Ziel, bis 2027 200 Megawatt zu liefern.
Partnerschaften und Marktposition
Ein entscheidender Meilenstein ist die mehrjährige Vereinbarung mit OpenAI, die den Einsatz von 750 Megawatt Cerebras‑Systemen von 2026 bis 2028 vorsieht. Der jüngste Börsengang brachte 5,5 Milliarden US‑Dollar ein, was das Vertrauen der Investoren in die langfristige Vision des Unternehmens unterstreicht. Feldman nutzt die Disrupt‑Bühne, um zu zeigen, wie diese Partnerschaften nicht nur Kapital, sondern auch praktische Anwendungsfälle für die Technologie liefern.
Was Gründer, Investoren und Technologieführer erwarten können
Für Entscheidungsträger ist das zentrale Thema, wann und wo die aktuelle Hardware an ihre physischen Grenzen stößt. Feldman liefert Prognosen zur zukünftigen Nachfrage nach Rechenleistung, erklärt die energetischen Implikationen und gibt Einblicke, wie Unternehmen ihre Infrastruktur anpassen können, um den nächsten Sprung in der KI‑Entwicklung zu unterstützen. Er lädt das Publikum ein, die Diskussion zu vertiefen, indem sie sich für die Disrupt‑Konferenz anmelden – mit einem Sonderrabatt von 50 % für ein zweites Ticket.
Die Session verspricht, nicht nur technologische Details zu beleuchten, sondern auch strategische Perspektiven zu bieten, die für jede Organisation, die KI in den Kern ihrer Produkte integrieren will, von Bedeutung sind.