Pie erweitert seine Vision: Von Events zu dauerhaften Communities
Die von Andy Dunn, dem Gründer von Bonobos, initiierte App Pie hat sich von einer reinen Veranstaltungsplattform zu einem umfassenden sozialen Netzwerk gewandelt. Nach dem Launch der neuen Funktion Community Homes können Nutzer*innen nun feste digitale Treffpunkte für ihre Gruppen anlegen – ein klarer Schritt weg von flüchtigen Event‑Einladungen hin zu langfristigen, echten Beziehungen.
Neue Funktion „Community Homes“
Community Homes fungieren als eigenständige Startseiten für jede Gruppe. Sie bieten einen eigenen Feed, administrative Werkzeuge, Mitgliedschafts‑Kontrollen und eine teilbare URL. Anders als bei klassischen Event‑Apps können nicht nur Administrator*innen, sondern sämtliche Mitglieder Veranstaltungen in den Feed posten, wodurch ein natürlicheres Netzwerken entsteht. Zukünftig sollen integrierte Gruppenchats und lockere „Bidding“-Posts – etwa die Frage, wer Lust hat, gemeinsam zu basteln oder die neueste Love‑Island‑Folge zu schauen – das Angebot ergänzen.
Wie die Änderungen das Nutzerverhalten beeinflussen
Die Umstellung von reinen Event‑Hinweisen zu einem Fokus auf Personen hat bereits messbare Effekte gezeigt. Nachdem Pie im Dezember die Aktivitäts‑Timeline umgestaltete und nun anzeigte, wer aus dem eigenen Netzwerk an welchen Events teilnimmt, stieg die durchschnittliche Verweildauer von zwei auf zehn Minuten. Zusätzlich ermöglicht die „Favorites“-Funktion den Nutzer*innen, ihre öffentlichen Profile mit Lieblingsinteressen zu personalisieren, was die Interaktion weiter ankurbelt.
Der Hintergrund: Andy Dunns Motivation
Dunns persönlicher Umzug von New York nach Chicago ließ ihn die Schwierigkeit spüren, neue Freundschaften zu schließen. Gleichzeitig wuchs ein Trend, bei dem besonders die Generation Z vermehrt nach physischen Clubs und gemeinsamen Aktivitäten suchte. „Wenn wir Software für diese sozialen Clubs bauen, schaffen wir ein Ökosystem, in dem Menschen aufeinander treffen und Zugehörigkeit erfahren“, erklärt er. In diesem Sinne bezeichnet er Pie als ein „Reddit für das reale Leben“.
Ausblick: Was kommt als Nächstes?
Die Plattform plant, die Community‑Homes weiter zu verfeinern, etwa durch erweiterte Analyse‑Tools für Organisator*innen und personalisierte Event‑Empfehlungen basierend auf den Interessen der Gruppenmitglieder. Zudem soll die Integration von Echtzeit‑Chat‑Funktionen das digitale Miteinander noch stärker an das physische Erleben knüpfen. Während Pie bereits in Metropolen wie Chicago, New York und Los Angeles Fuß gefasst hat, wird das Unternehmen die Expansion in weitere Städte vorantreiben, um das Konzept einer digitalen Heimat für lokale Gemeinschaften zu etablieren.