Imagi: Eine neue Ära des KI‑basierten Codings

Im Jahr 2018 gründeten Dora Palfi und Beatrice Ionascu das EdTech‑Startup Imagi, um Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie Programmieren, grundlegende Computerkenntnisse und seit 2023 sogar Künstliche‑Intelligenz‑Literacy erlernen können. Das Unternehmen hat sich schnell zu einem globalen Akteur entwickelt, der bereits über 700.000 Lernende in 140 Ländern erreicht hat.

Finanzierung und strategische Partner

Am vergangenen Donnerstag gab Imagi eine Seed‑Finanzierungsrunde von 4,5 Millionen US‑Dollar bekannt. Zu den Investoren zählen Brighteye Ventures, Day One Capital und der Musiker‑Unternehmer Will.i.am. Besonders bemerkenswert ist die Zusammenarbeit mit dem Vibe‑Coding‑Tool Lovable, das Lehrkräften ermöglicht, interaktive Lernmodule zu erstellen und Schülerinnen und Schülern kontrollierten Zugriff zu gewähren. OpenAI stellte zusätzlich 1 Million US‑Dollar an Credits bereit, sodass Schulen das Imagi‑x‑Lovable‑Tool kostenfrei nutzen können.

Praxisbeispiele aus dem Klassenzimmer

Durch die Partnerschaft entstanden bereits konkrete Erfolgsgeschichten: Eine Lehrerin entwickelte eine App, die ihren Unterricht in 15 verschiedene Sprachen übersetzte – ein echter Gewinn für multikulturelle Klassen. Ein anderer Schüler baute eine eigene Website, um sein Rasenmäher‑Business zu bewerben und integrierte ein Buchungssystem, das direkt über die Seite funktioniert.

Sichere Integration von KI in den Unterricht

Imagi positioniert sich als Brücke zwischen hochentwickelten KI‑Entwicklern und Bildungsexperten. Jede Eingabe und jede Ausgabe des Systems wird automatisch gefiltert, um unangemessene Inhalte zu entfernen, bevor sie die Lernenden erreichen. Das Unternehmen erfüllt die strengen Vorgaben von COPPA, FERPA und der EU‑Datenschutz‑Verordnung (GDPR) – es werden keinerlei Daten gespeichert und keine Schüleraktivitäten für Trainingszwecke verwendet.

Lehrkräfte erhalten zudem Schulungen, wie sie KI‑Tools, Coding‑Plattformen und rechnergestützte Methoden sicher und selbstbewusst im Unterricht einsetzen können. Palfi betont, dass es nicht darum gehe, KI zu verbieten, sondern Schülerinnen und Schüler zu befähigen, aktiv mit KI zu bauen, anstatt sie nur passiv zu konsumieren.

Ausblick und geplante Expansion

Der frische Kapitaleinsatz soll die Skalierung in weitere K‑12‑Schulen beschleunigen, den Vertrieb auf Distrikte ausweiten, neue Produktfeatures entwickeln und die Markteinführung einer erweiterten Plattform im kommenden Monat unterstützen. Ziel ist es, die Kluft zwischen privaten KI‑Ressourcen und schulischer Bildung zu schließen, sodass alle Lernenden, unabhängig von ihrem Zuhause, Zugang zu modernster Technologie erhalten.

Imagi zeigt, dass Bildung und Innovation Hand in Hand gehen können, wenn ethische Standards, Datenschutz und praxisnahe Lehrmethoden im Fokus stehen.

Source: https://techcrunch.com/2026/07/23/edtech-platform-raises-4-5m-to-help-teach-students-how-to-vibe-code/

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