Reid Hoffman steigt aus Microsoft aus

Nach einem erfolgreichen Jahrzehnt im Aufsichtsrat von Microsoft hat der Unternehmer und Risikokapitalgeber Reid Hoffman angekündigt, das Board zu verlassen. Sein Einstieg in den Vorstand erfolgte 2016, unmittelbar nachdem Microsoft LinkedIn für 26,2 Milliarden Dollar übernommen hatte.

Wichtige Meilensteine während seiner Amtszeit

Hoffman war dabei, als Microsoft 2019 seine erste Milliarde US‑Dollar in OpenAI investierte – ein Projekt, dessen Gründung er selbst mitfinanzierte und dem er bis 2023 im eigenen Aufsichtsrat diente. Er war außerdem Zeuge des 650‑Millionen‑Dollar‑Acqui‑Hire‑Deals, bei dem Microsoft das KI‑Startup Inflection AI integrierte und Mitbegründer Mustafa Suleyman ins Unternehmen holte.

Der neue Fokus: Manas

In einer aktuellen Folge seines Podcasts „Possible“ erklärte Hoffman, dass er nun wieder in den „Founder‑Mode“ wechseln will. Im Mittelpunkt steht das KI‑gestützte Pharmaunternehmen Manas, das sich auf die Entdeckung neuartiger Wirkstoffe gegen Krebs spezialisiert hat. Das Startup sammelte im vergangenen Jahr über 50 Millionen US‑Dollar in zwei Seed‑Runden, wobei Hoffman und die Risikokapitalgesellschaft General Catalyst zu den Investoren zählen.

Obwohl Hoffmann nicht als CEO, sondern als Mitgründer und Vorsitzender des Vorstands fungiert, arbeitet er eng mit Dr. Siddhartha Mukherjee zusammen – einem preisgekrönten Onkologen, Biologen und Autor des Pulitzer‑Preisgekrönten Buches „The Emperor of All Maladies“.

Warum der Wechsel für Hoffmann Sinn macht

„Wir sehen enorme Fortschritte bei Manas, insbesondere mit dem Konzept ‚Move 37‘, einer KI, die menschliche Kreativität in der chemischen Synthese übertrifft“, sagte Hoffmann. Er betonte, dass die aktuelle Dynamik des Unternehmens ihn dazu zwinge, seine volle Aufmerksamkeit darauf zu richten.

Der Schritt zurück in die Gründerrolle signalisiert nicht nur ein persönliches Interesse, sondern unterstreicht auch den wachsenden Trend, dass etablierte Investoren ihre Expertise in spezialisierte, technologiegetriebene Unternehmen einbringen.

Manas plant, die KI‑Plattform weiter zu verfeinern, um zielgerichtete Therapien gegen verschiedene Krebsarten zu entwickeln und so die Lücke zwischen Datenanalyse und klinischer Anwendung zu schließen. Hoffmans Netzwerk und sein tiefes Verständnis für die KI‑Landschaft könnten das Unternehmen dabei unterstützen, schneller Skalierung und regulatorische Hürden zu meistern.

Für die Tech‑Community bleibt abzuwarten, wie sich diese strategische Neuausrichtung auf das Ökosystem auswirkt – insbesondere im Spannungsfeld von großen Konzernen, Startup‑Innovation und gesellschaftlich relevanten Themen wie Gesundheit und künstlicher Intelligenz.

Source: https://techcrunch.com/2026/06/05/reid-hoffman-is-leaving-microsofts-board-to-go-founder-mode-with-startup-manus/

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