Der neue Aufruf für außergewöhnliche Ein‑Moment‑Erzählungen

Narratively, das Online‑Magazin, das für tiefgründige, mehrteilige Reportagen bekannt ist, hat einen frischen Mikro‑Wettbewerb ins Leben gerufen. Unter dem Namen The Personals suchen die Redakteure nach knappen, aber intensiven ersten‑Person‑Berichten, die genau einen Augenblick, einen Tag, eine Woche oder eine Saison in den Mittelpunkt stellen.

Was genau wird erwartet?

Die gesuchten Texte sollen nicht nur einzigartig und fesselnd sein, sie müssen auch durch lebendige, bildhafte Szenen glänzen. Statt einer langgezogenen Erzählung wird ein einziger, prägnanter Moment verarbeitet – etwa das spontane Verlassen des Altars, ein zufälliges Gespräch mit einem Fremden, das das gesamte Leben neu ausrichtet, oder das unvermittelte Wiedersehen mit einem ehemaligen Klassenkameraden, jetzt in einer völlig anderen Lebenslage. Wichtig ist, dass der Fokus auf einer konkreten, dramatischen Situation liegt und nicht auf einer reinen Reflexion oder einer abstrakten Gedankenkette.

Wie unterscheidet sich das Format von regulären Beiträgen?

Während klassische Narratively-Artikel mehrere Akte und ein weitläufiges Panorama bieten, beschränkt sich The Personals auf ein einzelnes, klar abgegrenztes Geschehen. Die Länge beträgt idealerweise zwischen 1.000 und 1.500 Wörtern – kurz genug, um die Spannung zu halten, aber ausgebaut genug, um eine vollständige, atmosphärische Erfahrung zu vermitteln. Die Autoren sollen aktiv, nicht nur nachdenklich schreiben, und dem Leser das Gefühl geben, mitten im Geschehen zu stehen.

Beispiele, die bereits veröffentlicht wurden

Einige der bereits erschienenen Stücke illustrieren das angestrebte Format eindrucksvoll: „Warum war ich so begierig, beim ersten Mal Sex zu haben?“, „Ein schräger Unfall brachte mich meinem dominanten Vater näher“ und „Der Mann, der mich verriet, liebte mich zugleich“. Auch frühere, längere Arbeiten wie „Ich wurde dazu erzogen, meine lesbischen Nachbarn zu hassen – sie nahmen mich trotzdem auf“ oder „Ich bin kein asiatischer Stereotyp, aber ich spiele einen im Fernsehen“ dienen als Referenz für den gewünschten Ton.

Wie kann man teilnehmen?

Interessierte Autorinnen und Autoren können ihre Manuskripte direkt an Narratively senden. Derzeit gibt es keinen festen Endtermin; die Einsendungen werden fortlaufend begutachtet. Die ideale Wortzahl liegt zwischen 1.000 und 1.500 Wörtern, wobei ein klarer, mitreißender Einstieg und ein zufriedenstellender Abschluss entscheidend sind.

Warum das Projekt unterstützen?

Narratively ist ein leser‑finanziertes Medium. Mit einer Mitgliedschaft – kostenlos oder als Beitrag­zahler – können Leser die Produktion neuer Inhalte ermöglichen. Gleichzeitig erhalten Schreiberinnen und Schreiber eine Plattform, um ihre persönliche Stimme einem breiten Publikum zu präsentieren.

Wenn Sie ein unverwechselbares Erlebnis erlebt haben, das sich in einem Moment zusammengefasst schildern lässt, ist jetzt die Gelegenheit, diese Geschichte zu teilen.

Source: https://www.narratively.com/p/call-for-pitches-the-personals

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